Im Mobilfunkbereich, der sich in den letzten Jahren immer mehr vergrößerte, gibt es seit einiger Zeit sogenannte Mobilfunkdiscounter, die Gespräche per Handy billiger anbieten als die übrigen Telekommunikationsdienstanbieter. Diese Mobilfunk Discounter bieten billig Gesprächsminuten ohne Gerätesubventionen an und verfügen über kein eigenes Mobilfunknetz, sondern greifen als Service Provider auf die Netzinfrastruktur großer Mobilfunk-Anbieter zurück. Dafür bestehen Roaming-Verträge. Prinzipiell kann man sagen, dass die Discounter möglichst günstige Tarife mit möglichst wenig eigenem Aufwand anbieten. Ein besonders erfolgreicher Anfang wurde in Deutschland von O2 mit Tchibo im Jahr 2004 gemacht, was von Aldi ein Jahr später ebenso erfolgreich nachgeahmt wurde. Zuvor waren schon andere Anbieter in Kanada, Australien und den USA seit 1999 erfolgreich. Der Unterschied zu den klassischen Mobilfunkanbietern besteht außerdem darin, dass der Vertrieb nicht über entsprechende Ladengeschäfte erfolgt die zum Anbieter gehören, sondern über Supermarktketten oder über das Internet. Die Gebühren sind möglichst gut durchschaubar gehalten, meist gibt es nur einen Preis rund um die Uhr. Der Minutenpreis ist zu jeder Zeit gleich und recht niedrig. Anfangs waren Sonderdienste wie Auslandsgespräche teuer, was aber inzwischen von vielen Mobilfunkdiscountern geändert wurde, und ebenfalls billig geworden ist. In die Kritik gerieten manche dieser Anbieter, weil der billige Preis damit gerechtfertigt werden sollte, dass keinerlei Zusatzdienste angeboten wurde. Dies ergab mitunter Kuriositäten wie das Nicht-Abschalten-Können der Mailbox.
Wichtiger Unterschied ist außerdem, dass keine Grundgebühr erhoben wird, kein Mindestumsatz anfällt und man sich auf keine Vertragslaufzeit einlässt. Allerdings werden mitunter Geringnutzungsgebühren erhoben, oder Sonderkündigungsmöglichkeiten bei geringem Umsatz. Um die Vergünstigungen eines solchen Anbieters nutzen zu können, benötigt man ein SIM-Lock-freies Handy.